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Ernährung / Gesundheit

Bitterstoffe – Wirkung im Körper

Dieser Artikel enthält eine Produktplatzierung

“Gute Medizin schmeckt bitter” besagt ein altes Sprichwort. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist Medizin heutzutage tatsächlich das einzige, was vereinzelt noch so richtig bitter schmeckt. Während die meisten von uns intensiv salzig oder süß schmeckenden Lebensmittel lieben, spalten sich bei den Geschmacksrichtungen Scharf und Bitter die Meinungen.

Gerade wenn bitterstoffhaltige Lebensmittel bisher nicht zu deinen Favoriten gehören, ist es aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll, diese in die Ernährung zu integrieren. Denn je größer die Abneigung gegenüber bitteren Lebensmittel ist, desto wichtiger sind sie für deinen Körper. In diesem Artikel erfährst du deshalb, wie Bitterstoffe wirken und wie du sie ohne großen Aufwand in deinen Alltag integrieren kannst.

Kaum mehr Bitterstoffe in der modernen Ernährung

Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich im letzten Jahrhundert stark verändert. Während früher bitterstoffhaltige Lebensmittel wie Blattgemüse, Wildpflanzen und verschiedene Arten von Wurzelgemüse fester Bestandteil des Nahrungsplan waren, präferieren wir heute süß, salzig und umami (herzhaft) schmeckende Lebensmittel. Besonders die Lebensmittelindustrie ist daran interessiert, dass wir regelrecht süchtig nach diesen Geschmacksrichtungen sind. Sie regen uns nämlich dazu an, immer noch mehr davon zu essen, egal ob wir bereits satt sind oder nicht. Je stärker Lebensmittelhersteller also auf diese Geschmacksrichtungen setzen, desto mehr binden sie uns Kunden an ihre Produkte.

Die Folge: Die wenigsten von uns lustet es heutzutage auf bittere Lebensmittel. Das führte erstes dazu, dass Bitterstoffe in der Lebensmittelentwicklung zukünftig gemieden wurden und zweitens bitterstoffhaltige Gemüsesorten immer bitterstoffärmer gezüchtet wurden. So schmecken beispielsweise Chicorée und Rucola heutzutage deutlich weniger bitter als noch vor rund 100 Jahren.

Diese Abneigung gegen bittere Lebensmittel lässt sich zum Glück wieder “abtrainieren”. Denn je öfter wir bittere Lebensmittel essen, desto mehr gewöhnt sich unser Körper wieder an die Bitterstoffe.

Bitterstoffe: Wirkung in unserem Körper

Aus gesundheitlicher Sicht ist es aus mehreren Gründen sinnvoll, Bitterstoffe in die Ernährung zu integrieren.

1. Bitterstoffe fördern die Verdauung

Bitterstoffe fördern den gesamten Verdauungsprozess und können sich daher auf unsere gesamte körperliche und psychische Gesundheit auswirken. Wenn du dich näher damit auseinandersetzen möchtest, welchen Einfluss der Darm auf unsere Gesundheit hat, schau dir diesen Artikel an.

Kurz gesagt: Nur wenn unserer Verdauungssystem optimal arbeiten kann, können Nährstoffe ideal aufgenommen und verwertet werden. Ebenso werden Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte nur dann schnell und vollständig ausgeschieden, wenn unsere Darmflora ausgeglichen ist.

Sobald sie unsere Zunge berühren, regen Bitterstoffe die Produktion von Gallenflüssigkeit, Magensaft und Insulin an. Diese Verdauungssäfte und -enzyme sind essentiell für die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen in unserem Körper. Bei Kontakt mit der Magen- und Darmschleimhaut werden darüber hinaus Verdaaungshormone ausgeschüttet, durch die Stoffwechselabfälle und Schadstoffe besser abtransportiert werden können. Die Schleimhäute ziehen sich durch den bitteren Geschmack zunächst zusammen und dehnen sich dann wieder aus – mit der Folge, dass Krankheitserreger, Gifte und Schlacke ausgeschwemmt werden.

2. Bitterrezeptoren sind Teil des Immunsystems

Rund 80% der Immunzellen unseres Körpers befinden sich in unserem Darm. Geht es unserem Darm gut, sind wir also auch resistenter gegen Bakterien und Viren. Wie bereits erwähnt, fördern Bitterstoffe die schnelle Ausscheidung von Krankheitserregern. Darüber hinaus gehen Wissenschaftler davon aus, dass der bittere Geschmack unserem Körper Gefahr signalisiert und dieser daher das Immunsystem ankurbelt. Schließlich warnt uns ein bitterer Geschmack auch vor giftigen Pflanzen.

3. Bitterstoffe regulieren den Säure-Basen-Haushalt

Der übermäßige Verzehr von industriell verarbeiteten Lebensmittel sorgt im Körper für einen Überschuss an Säure. Langfristig reagiert ein mit Säuren überschwemmter Organismus mit einer verstärkten Krankheitsanfälligkeit auf dieses unausgeglichene Säure-Basen-Verhältnis.

Bitterstoffe liefern nicht nur Basen sondern fördern gleichzeitig deren Produktion, indem sie bestimmte Drüsen im Verdauungstrakt stimulieren. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass überschüssige Säuren abgebaut und ausgeschieden werden.

4. Bitterstoffe helfen bei Heißhunger

Wer Bitteres nicht mag, weiß aus eigener Erfahrung, dass einem nach bitteren Lebensmitteln oftmals der Appetit vergeht. Durch die beschleunigte Verdauung tritt das Sättigungsgefühl schneller ein und die Lust auf Süßes verschwindet. Wenn du abnehmen oder das Verlangen nach Süßem stillen möchtest, kannst du dir diesen Effekt zu nutzen machen.

Je bitterer es schmeckt, desto mehr hast du es nötig!

Es wird davon ausgegangen, dass der Körper Bitterstoffe umso mehr braucht, je größer die Abneigung gegenüber bitteren Lebensmitteln ist. Wenn du schon beim Gedanken an Rucola, Radicchio und Espresso das Gesicht verziehst ist es daher sinnvoll, die Geschmacksnerven langsam wieder an den bitteren Geschmack zu gewöhnen.

Bitterstoffhaltige Lebensmittel

Wer bittere Lebensmittel bisher nahezu komplett aus der Ernährung verbannt hat, kann sie in kleinen Schritten wieder integrieren -z.B. mit etwas weniger Zucker und Milch im Kaffee oder einer Handvoll Rucola und Radicchio im Salat.

Wer die positive Wirkung von Bitterstoffen voll und ganz auskosten möchte, kommt mit diesen herkömmlichen Lebensmittel allerdings nicht sehr weit. Wildkräuter wie Löwenzahn(wurzeln), Artischockenblätter, Enzianwurzel, Schafgarbe und Wermut wurden dank ihrem eher seltenen Einsatz in der alltäglichen Küche nicht umgezüchtet und sind daher nach wie vor sehr reich an Bitterstoffen. Allerdings sind diese Wildkräuter (wie der Name es bereits vermuten lässt) meist schwer im Supermarkt zu bekommen und müssen daher eher selbstgepflückt werden.

Eine geballte Ladung Bitterstoffe ohne großen Waldspaziergang bieten Nahrungsergänzungsmittel wie Bitterstofftropfen, -tabletten und Tees. Da die gesundheitsfördernde Wirkung von Bitterstoffen bereits durch den bitteren Geschmack im Mund aktiviert wird, sind Tropfen und Tee tendenziell zu bevorzugen. Eine breite Palette an Bitterstoffen in kompakter Form bietet zum Beispiel das Start-Up Bitterliebe an. Je nach “Härtegrad” kann man sich vom relativ angenehmen Tee zu den wirklich stark bitterschmeckenden Tropfen vorarbeiten.

Uns würde an dieser Stelle interessieren: Gehörst du – wie wir – bisher eher zu denjenigen, die bei bitteren Lebensmitteln die Nase rümpfen oder sind Bitterstoffe fester Bestandteil deiner Ernährung? Schreib uns deine Erfahrungen gerne in die Kommentare oder privat per E-Mail.


*Wir haben auf Anfrage kostenlose Produktsamples der Firma Bitterliebe erhalten. Wir bekommen kein Geld für die Platzierung der Marke, sondern empfehlen diese ausschließlich aus persönlicher Überzeugung heraus.

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