Klimaschutz und Umweltschutz mit Agrarreform

EU-Staaten wollen mehr Geld in Umweltschutz investieren

Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf eine milliardenschwere Agrarreform geeinigt. Mit Hilfe der neuen EU-Agrarpolitik soll zukünftig deutlich mehr Geld in den Umwelt- und Klimaschutz investiert werden.

Die Agarreform bezieht sich auf die Jahre 2023 bis 2027 und ist rund 270 Milliarden Euro schwer. Sie sieht unter anderem vor, dass zukünftig rund 25 Prozent der Direktzahlungen für die Landwirte an sogenannte Ökoregelungen – also Gelder, die an Umweltauflagen geknüpft sind – gebunden sein sollen. Wie diese Ökoregulierungen genau aussehen werden, steht bisher noch nicht fest. In einem nächsten Schritt werden die EU-Staaten ihre nationalen Pläne für die Umsetzung der Reform bei der EU-Kommission einreichen. Im Herbst muss die Einigung dann noch im Europaparlament angenommen werden. 

Die Landwirtschaft ist laut jüngsten Berechnungen des Europäischen Rechnungshofs für rund 10% der EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auch die bisherige Geldverteilung der EU wird für Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft und das Höfesterben mitverantwortlich gemacht.

Inwieweit die neuen Regelungen tatsächlich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen werden, können erst konkrete Umsetzungspläne zeigen. Den Grünen sowie verschiedenen Umweltverbänden geht die Agrarreform allerdings bereits jetzt nicht weit genug. “Wir Grüne werden diesen Deal nicht unterstützten”, sagte der EU-Abgeordnete Bas Eickhout. Die Befürchtung sei, dass geplante Verbesserungen für Umwelt und Klima ihre Wirkung verfehlten.

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Veganasté Autorin Bianca Busch

Bianca

Bianca ist Journalistin, Ernährungsberaterin und Gründerin des Online-Magazins.

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